Was ist eine Streuobstwiese?

Seit Jahrhunderten prägen Streuobstwiesen unsere Kulturlandschaft.  Angelegt an Dorfrändern, um Bauernhöfe oder in der freien Feldflur bereichern und verschönern sie unsere heimische Landschaft. Wenn Sie eine größere Fläche bedecken, haben sie einen parkähnlichen Charkater und bieten im Frühling, wenn sie in voller Blüte stehen, einen wunderschönen Anblick.

Auf einer Streuobstwiese stehen großwüchsige Obstbäume (Hochstämme mit dem Kronenansatz in mindestens 1,60 m Höhe) verschiedener Obstarten, Sorten und Altersstufen. Zumeist werden regelmäßige Pflanzabstände von 8 bis 10 m von Baum zu Baum angelegt. Im Vollertragsalter (etwa ab 15 - 20 Jahren) ergibt sich so ein mehr oder weniger geschlossenes Kronendach.

Der Lebensraum Streuobstwiese

... ist für den Naturschutz von großer Bedeutung.

Aufgrund ihrer extensiven Bewirtschafdtung sind  Streuobstwiesen, vor allem wenn sie (zum Teil) aus älteren Hochstämmen bestehen,  ein idealer Lebensraum für viele  verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Freiwachsende Hecken, Reisig-, Totholz- und Lesesteinhaufen in den Randbereichen einer Streuobstwiese steigern deren ökologischen Wert nochmals deutlich.

Am augenfälligsten ist sicher die Vogelwelt , von der die meisten Individuen auf allgemein verbreitete Arten wie Star, Buchfink, Amsel, Kohlmeise, Feldsperling, Blaumeise, Grünfink, Rabenkrähe, Kleiber entfallen. sonders hervorzuheben sind die vor allem noch auf Streuobstwiesen vorkommenden Rote-Liste-Vogelarten wie Steinkauz, Grünspecht, Neuntöter, Gartenrotschwanz oder gar der Wiedehopf mit seinem auffälligen Federschopf am Hinterkopf. 

Da auf den Streuobstwiesen in der Regel keine chemischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, können sich bis zu 1000 verschieden Arten von Gliederfüßern (Arthropoden) ansiedeln, unter ihnen etwa gleich viele Arten von  Pflanzenfressern, Parasiten und  Räubern. Wildbienen, Hummeln, Falter und andere Insekten sorgen für die Bestäubung der Obstgehölze, auch dann, wenn kein Imker dort Honigbienenvölker stehen hat .

Unsere Streuobstwiese "Bachleiten"

...wurde 1996 auf einem leicht nach Westen, zum Rohrbach hin, geneigten  Acker angelegt. Sie ist 1,57 ha groß und mit mittlerweile rund 180 Obstbäumen, überwiegend Hochstämmen, aber auch einigen Halbstämmen und Spalierobstbäumen bepflanzt

wunderbare Obstbaumblüte
wunderbare Obstbaumblüte
Herbststimmung kurz vor der Ernte
Herbststimmung kurz vor der Ernte

Unsere Streuobstwiese "Birketfeld"

Auf einer Fläche von gut 1 ha  pflanzten wir in mehreren Abschnitten von 1999 bis 2010 insgesamt rund 120 Obstbäume (überwiegend Äpfel, aber auch Walnüsse, Birnen, Zwetschgen und Quitten) sowie auf der Nord- und auf der Südseite jeweils eine 150 m lange Hecke mit Schlehen-, Liguster-, Haselnuß-, Sanddorn- Schneeball- und vielen anderen Sträuchern.

2006 haben wir an der Westseite der Streuobstwiese ein großes Hügelbeet angelegt.

2011 bauten wir eine Schutzhütte für unsere Weidegänse.

nach Süden und Osten fällt das "Birketfeld"
nach Süden und Osten fällt das "Birketfeld"
Grahams Jubiläumsapfel im 12. Standjahr
Grahams Jubiläumsapfel im 12. Standjahr
Birketfeld 2008 - erst zur Hälfte Streuobstwiese
Birketfeld 2008 - erst zur Hälfte Streuobstwiese
Hügelbeet - mit Kürbissen bepflanzt
Hügelbeet - mit Kürbissen bepflanzt

Unsere Streuobstwiese "Steigergarten"

Die Streuobstwiese "Steigergarten" liegt etwa 7 km von unserer Hofstelle entfernt in der Gemeinde Kirchdorf.

Sie ist 1,31 ha groß und teilweise stark hängig. Von 1999 bis 2005 haben wir dort insgesamt rund 80 Hochstämme gepflanzt, überwiegend Äpfel, aber auch Birnen und Zwetschgen.

das Gelände hängt zum Teil sehr stark
das Gelände hängt zum Teil sehr stark
Obstbäume - eingerahmt von Wald und Hecke
Obstbäume - eingerahmt von Wald und Hecke
Apfelblüte 2012 im Steigergarten
Apfelblüte 2012 im Steigergarten
Birnenernte 2009 - Köstl.v.Charneux
Birnenernte 2009 - Köstl.v.Charneux